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  PETER ANGELE
Von ein paar Reisen



Dienstag, 28.08.2012 - Von Ruteng nach Bajawa


Am frühen Morgen passierten wir den aktiven Vulkan Ranakah (2350 m). Der letzte Ausbruch war 1991, viele Bewohner der Umgebung wurden nach Ruteng evakuiert, erzählte uns ein Bauer, der es erlebt hat. Vom Vulkan sahen wir nur gerade die Spitze, den Rest verdeckten Wälder und davor liegende Berge. Auch jetzt wieder: Viele Baustellen. Neue Strassenabschnitte wechseln sich ab mit von Schlaglöchern durchsäten Schotterstrassen. Die Landschaft ist einmalig. Ein See bewässert eine riesige Umgebung mit terrassierten Reisfeldern. Agus sagt, dass hier dreimal im Jahr Reis geerntet wird! Die Strasse führt durch einen Nationalpark. An den Ästen einiger der Riesenbäume hängen meterlange Nester von Wildbienen. Nur ein Mal trafen wir auf Touristen, die in der Gegenrichtung unterwegs waren, und mit denen wir ein paar Worte wechselten.

Mit dem Wetter hätten wir Riesenglück, sagte Agus. Normalerweise sei hier um diese Tageszeit alles bewölkt. So sehen wir in der Ferne den absolut regelmässigen Kegel des Vulkans Inerie (2245 m), der immer näher rückt. Unterwegs besuchen wir eine Arrak-Brennerei. Arrak (nicht zu verwechseln mit dem arabischen Anischnaps Arak oder araq) wird aus Palmzuckersaft (Arrak-Palme) und vergorener Reismaische gewonnen. Der destillierte Schnaps wir in langen Bambusröhren abgekühlt und in Plastikflaschen aufgefangen.


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Bevor wir Quartier bezogen, fuhr uns Agus zur heissen Quelle von Mengeruda. Die Anlage ist leider ziemlich verrottet und ungepflegt, der hohe Preis (14'000 IR) nicht angebracht. Sie soll jetzt aber vom Staat übernommen und saniert werden. In der Umgebung von Bajawa gibt es riesige Steinbrüche. Vor einem der Dörfer, wahrscheinlich von Arbeitern bewohnt, stehen Megalithen. Diese Riesensteine hatten schon immer kultische Bedeutung; daran dürfte sich auch nach der Missionierung nichts geändert haben.

Diese Nacht verbrachten wir in einem Hotel mit dem bemerkenswerten Namen Edelweiss. Es ist nicht etwa im Besitz eines Schweizers oder andern Alpen-Abkömmligs. Der Chef ist viel herumgereist, in Nahost und auch in Europa. Dort hat der den Namen aufgeschnappt und hat ihm so gut gefallen, dass er sein Hotel nach diesem unscheinbaren Blümchen benannte (etwa so, wie hierzulande jemand seine Bar oder Beiz 'Bali' oder 'Surabaia' nennt, weil es so gut klingt). Das Hotelpersonal war aufgestellt und immer für Spässe zu haben. Ausserdem lag der Preis im Rahmen unseres Budgets (50'000 IR pro Zimmer, mit Toilette und Dusche).



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